Le Bazar de l’Art Moderne

Daß das Auto, das den Bazar der Moderne versammelt, bewußtlos sei, ist eine Übertreibung. Denn manchmal träumt das Medium in Form des Künstlers, daß sich die Formen der Moderne lichten.

Le Bazar de l’Art Moderne, 2002
Künstlerbuch, Salon Verlag, Köln
Auflage: 500 Exemplare, mit Aphorismen von Robert Krokowski
48 Seiten mit 42 ganzseitigen, einfarbigen Abbildungen (Blau)
Pappband, 16,5 x 23,5 cm

Vorzugsausgabe: 50 Exemplare mit einem blauemaillierten Straßenschild, davon 20 Exemplare Rue Marcel Duchamp, 15 Exemplare Rue Sèche Bouteille und 15 Exemplare Rue Granoux

Der Künstler Pierre Granoux zeigt seinen Basar der modernen Kunst als Ort produktiven Handelns: Kunststücke und Gebrauchsgegenstände, Antikes und Modernes, Banales und Bedeutendes sind Treibgut, das wie von einer Überschwemmung aus Museen und Galerien, Magazinen und Kaufhäusern in die Straßen und auf den Markt geschwemmt wurde. Mit hintergründigem Humor liest der französische Künstler solches Treibgut auf, bearbeitet es und schickt es dem Betrachter in Form einer gewitzten Flaschenpost zurück. (Darin enthalten: künstlerische Reflexionen und Verweise auf Werk und Person von Marcel Duchamp und Constantin Brancusi). Für das blaue Künstlerbuch greift Pierre Granoux auf sein eigenes Fotoarchiv und eigene Dokumentationen einer langjährigen Spurensuche zurück. Konzept ist aber auch die Beauftragung anderer mit der Erstellung von Fotos und Texten zu von Granoux vorgegebenen Aspekten. Das Ergebnis ist weit mehr als eine Dokumentation - es ist selbst ein “Bazar Moderne”, ein “auto-mobil” im buchstäblichen Sinne des Wortes. Fahren muß man es allerdings selbst.

Termine

Berlin Transfer
Berlinische Galerie, Berlin
5. März - 24. Mai 2010

Lage 3:20
Lage Egal, Berlin
2. Juli 2010 - 30. April 2011

Marchandesses
Staatliches Museum, Schwerin
Kunst im öffentlichen Raum
ab 30. Oktober 2010

Readyweb: Hérisson
Salon Verlag, Köln
Künstlerbuch
ab Herbst 2010

Tags

Side Project


Lage 3:20